Covid-⁠19 Schweiz

Informationen zur aktuellen Lage, Stand 16. August 2022

Die Kennzahlen werden jeden Dienstag um 15:30 Uhr aktualisiert.

Epidemiologischer Verlauf,Wallis

Virusvarianten

Die von uns veröffentlichten Daten basieren auf Meldungen von Laboratorien, die das Virusmaterial sequenzieren oder gezielt auf Mutationen untersuchen. Die Untersuchungsergebnisse werden über unser Meldesystem sowie über ein nationales SARS-⁠⁠CoV-⁠⁠Überwachungsprogramm erfasst. Sie können von denjenigen Zahlen abweichen, welche die Kantone und Liechtenstein kommunizieren.

Das neuartige Coronavirus (SARS-⁠CoV-⁠2), welches die Infektionskrankheit Covid-⁠19 verursacht, verändert sich fortlaufend durch Mutationen in seinem Genom (Veränderung des Erbguts). Mit Hilfe dieser Mutationen können Virusvarianten bestimmt und klassifiziert werden. Die meisten Mutationen haben nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf die Eigenschaften des Virus. Doch einige SARS-⁠CoV-⁠2-Varianten zeichnen sich durch veränderte Erregereigenschaften aus, welche die epidemiologische Lage beeinflussen können, indem sie beispielsweise ansteckender sind, einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen oder der Immunantwort trotz einer durchgemachten Infektion oder Impfung entgehen (Immunevasion). Für die meisten bekannten Virusvarianten besteht bei vollständiger Impfung weiterhin ein hoher Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe. Für einzelne Varianten sind noch keine abschliessenden Erkenntnisse vorhanden.

Die WHO hat einzelne Virusvarianten als VOC (Variants Of Concern; Deutsch: besorgniserregende Varianten) und VOI (Variants Of Interest; Deutsch: Varianten von Interesse) klassifiziert. Diese Virusvarianten stehen unter besonderer Beobachtung. In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein kann die Klassifizierung der Virusvarianten von derjenigen der WHO abweichen. Expertinnen und Experten evaluieren regelmässig neuste Erkenntnisse zu bekannten und neu auftretenden Virusvarianten und schätzen den potentiellen Einfluss der zirkulierenden Virusvarianten auf die epidemiologische Lage in der Schweiz und Liechtenstein ein.

Zeitliche Entwicklung

Die systematische Überwachung zirkulierender Virusvarianten beinhaltet die gezielte, vollständige Sequenzierung des Genoms aus einer repräsentativen Stichprobe. Anhand der Daten kann der Anteil einzelner Virusvarianten geschätzt werden. Zusätzlich können wir bisher unbekannte Varianten identifizieren.

Die Darstellung zeigt die zeitliche Entwicklung des geschätzten Anteils der nachgewiesenen Virusvarianten in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Linie stellt den gleitenden 7-⁠⁠⁠Tages-⁠⁠Schnitt dar (Durchschnitt der 3 Tage zuvor bis 3 Tage danach) dar. Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der vollständig sequenzierten Proben pro Tag.

Für die einzeln ausgewählten Varianten sind die Tageswerte mit einem oberen und einem unteren Wert eingegrenzt, welche eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent abbilden.
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