Covid-⁠19 Schweiz

Informationen zur aktuellen Lage, Stand 22. November 2022

Die Kennzahlen werden jeden Dienstag um 15:30 Uhr aktualisiert.

Epidemiologischer Verlauf,Uri

Virusvarianten

Das Variantenmonitoring in Spitälern fokussiert sich auf die Sequenzierung von Virusmaterial aus Proben von hospitalisierten Fällen. Die gezielte und vollständige Sequenzierung des Virusgenoms (Erbgut des Virus) ermöglicht den Nachweis von Mutationen und Identifizierung von Virusvarianten. Anhand der Daten kann der Anteil einzelner Varianten geschätzt werden, die bei schweren Krankheitsverläufen, namentlich Hospitalisationen, vorkommen. Die hier veröffentlichen Daten basieren auf Informationen aus dem nationalen genomischen SARS-⁠CoV-⁠2 Überwachungsprogramm. Dem Programm sind die Laboratorien der Universitätsspitäler und grösseren Regionalspitäler, sowie ausgewählte Privatlaboratorien und Sequenzierungsplattformen angegliedert. (Nationales Genomisches SARS-⁠CoV-⁠2 Überwachungsprogramm – Monatsberichte). Die aktuelle Überwachung umfasst alle relevanten Virusvarianten sowie Untervarianten, die gemäss WHO überwacht werden sollen, da sie eine hohe Übertragbarkeit und/oder immunevasive Eigenschaften aufweisen. Die Darstellung wird fortlaufend dem Entwicklungsstand angepasst.

Das neuartige Coronavirus (SARS-⁠CoV-⁠2), welches die Infektionskrankheit Covid-⁠19 verursacht, verändert sich fortlaufend durch Mutationen in seinem Genom (Veränderung des Erbguts). Mit Hilfe dieser Mutationen können Virusvarianten bestimmt und klassifiziert werden. Die meisten Mutationen haben nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf die Eigenschaften des Virus. Doch einige SARS-⁠CoV-⁠2-Varianten zeichnen sich durch veränderte Erregereigenschaften aus, welche die epidemiologische Lage beeinflussen können, indem sie beispielsweise ansteckender sind, einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen oder der Immunantwort trotz einer durchgemachten Infektion oder Impfung entgehen (Immunevasion). Für die meisten bekannten Virusvarianten besteht bei vollständiger Impfung weiterhin ein hoher Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe. Für einzelne Varianten sind noch keine abschliessenden Erkenntnisse vorhanden.

Die WHO hat einzelne Virusvarianten als VOC (Variants Of Concern; Deutsch: besorgniserregende Varianten) und VOI (Variants Of Interest; Deutsch: Varianten von Interesse) klassifiziert. Diese Virusvarianten stehen unter besonderer Beobachtung. In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein kann die Klassifizierung der Virusvarianten von derjenigen der WHO abweichen. Expertinnen und Experten evaluieren regelmässig neuste Erkenntnisse zu bekannten und neuauftretenden Virusvarianten und schätzen den potentiellen Einfluss der zirkulierenden Virusvarianten auf die epidemiologische Lage in der Schweiz und Liechtenstein ein. Neu kann der gewünschte Zeitraum mit dem Schieberegler unter der Grafik ausgewählt werden.

Zeitliche Entwicklung, Varianten von Hospitalisationen

Nachgewiesene Virusvarianten, Uri, 04.04.2022 bis 13.11.2022

Die Darstellung zeigt die zeitliche Entwicklung des geschätzten Anteils der nachgewiesenen Virusvarianten sowie der Untervarianten (Sublinien einer Variante) in Proben von hospitalisierten Fällen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Linie stellt den Anteil der Varianten pro Woche dar. Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der vollständig sequenzierten Proben pro Woche. Für die einzeln ausgewählten Varianten sind die geschätzten Wochenwerte mit einem oberen und einem unteren Wert abgebildet, welche eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent eingrenzen.

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Quelle: BAG (Überwachung) – Stand: 22.11.2022, 09.47h

Zeitliche Entwicklung

Nachgewiesene Virusvarianten, Uri, 28.09.2020 bis 03.04.2022

Das Monitoring zirkulierender Virusvarianten beinhaltet die Sequenzierung von Virusmaterial aus zufällig ausgewählten Proben. Anhand dieser Daten kann der Anteil einzelner Virusvarianten bei laborbestätigten Fällen geschätzt werden. Zusätzlich können bisher unbekannte Varianten identifiziert werden. Mit Aufhebung der besonderen Lage am 01.04.2022 wurde das Variantenmonitoring auf Proben von hospitalisierten Fällen verlagert.
Die Darstellung zeigt die zeitliche Entwicklung des geschätzten Anteils der nachgewiesenen Virusvarianten in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Linie stellt den gleitenden 7-⁠⁠⁠Tages-⁠⁠Schnitt dar (Durchschnitt der 3 Tage zuvor bis 3 Tage danach) dar. Für die einzeln ausgewählten Varianten sind die Tageswerte mit einem oberen und einem unteren Wert eingegrenzt, welche eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent abbilden.

Neu kann der gewünschte Zeitraum mit dem Schieberegler unter der Grafik ausgewählt werden.

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