Covid-⁠19 Schweiz

Informationen zur aktuellen Lage, Stand 24. Januar 2023

Die Kennzahlen werden jeden Dienstag um 15:30 Uhr aktualisiert.

Im Zuge der Anpassung der Testkostenstrategie per 01.01.2023 werden zahlreiche Indikatoren nur noch in wöchentlicher Auflösung dargestellt. Aus Datenschutzgründen werden die Todesfälle zusätzlich nur noch für die Ebene Schweiz und Liechtenstein publiziert.

Epidemiologischer Verlauf,Genf

Virusvarianten

Das Variantenmonitoring in Spitälern fokussiert sich auf die Sequenzierung von Virusmaterial aus Proben von hospitalisierten Fällen. Die gezielte und vollständige Sequenzierung des Virusgenoms (Erbgut des Virus) ermöglicht den Nachweis von Mutationen und Identifizierung von Virusvarianten. Anhand der Daten kann der Anteil einzelner Varianten geschätzt werden, die bei schweren Krankheitsverläufen, namentlich Hospitalisationen, vorkommen. Die hier veröffentlichen Daten basieren auf Informationen aus dem nationalen genomischen SARS-⁠CoV-⁠2 Überwachungsprogramm. Dem Programm sind die Laboratorien der Universitätsspitäler und grösseren Regionalspitäler, sowie ausgewählte Privatlaboratorien und Sequenzierungsplattformen angegliedert. (Nationales Genomisches SARS-⁠CoV-⁠2 Überwachungsprogramm – Monatsberichte). Die aktuelle Überwachung umfasst alle relevanten Virusvarianten, die eine hohe Übertragbarkeit und/oder immunevasive Eigenschaften aufweisen und damit die Viruszirkulation und/oder Krankheitslast beeinflussen. Die Darstellung wird fortlaufend dem Entwicklungsstand angepasst.

Das neuartige Coronavirus (SARS-⁠CoV-⁠2), welches die Infektionskrankheit Covid-⁠19 verursacht, verändert sich fortlaufend durch Mutationen in seinem Genom (Veränderung des Erbguts). Mit Hilfe dieser Mutationen können Virusvarianten bestimmt und klassifiziert werden. Die meisten Mutationen haben nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf die Eigenschaften des Virus. Doch einige SARS-⁠CoV-⁠2-Varianten zeichnen sich durch veränderte Erregereigenschaften aus, welche die epidemiologische Lage beeinflussen können, indem sie beispielsweise ansteckender sind, einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen oder der Immunantwort trotz einer durchgemachten Infektion oder Impfung entgehen (Immunevasion). Für die meisten bekannten Virusvarianten besteht bei vollständiger Impfung weiterhin ein hoher Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe. Für einzelne Varianten sind noch keine abschliessenden Erkenntnisse vorhanden.

Expertinnen und Experten evaluieren regelmässig neueste Erkenntnisse zu bekannten und neuauftretenden Virusvarianten und schätzen den potentiellen Einfluss der zirkulierenden Virusvarianten auf die epidemiologische Lage in der Schweiz und Liechtenstein ein. Der gewünschte Zeitraum kann mit dem Schieberegler unter der Grafik ausgewählt werden.

Zeitliche Entwicklung, Varianten von Hospitalisationen

Nachgewiesene Virusvarianten, Genf, 04.04.2022 bis 08.01.2023

Die Darstellung zeigt die zeitliche Entwicklung des geschätzten Anteils der nachgewiesenen Virusvarianten sowie der Untervarianten (Sublinien einer Variante) in Proben von hospitalisierten Fällen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Linie stellt den Anteil der Varianten pro Woche dar. Soweit Untervarianten separat ausgewiesen werden, sind sie nicht in den Anteilen der übergeordneten (Unter-⁠)Variante enthalten. Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der vollständig sequenzierten Proben pro Woche. Für die einzeln ausgewählten Varianten sind die geschätzten Wochenwerte mit einem oberen und einem unteren Wert abgebildet, welche eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent eingrenzen.
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covid19.admin.ch
Quelle: BAG (Überwachung) – Stand: 24.01.2023, 08.36h

Zeitliche Entwicklung

Nachgewiesene Virusvarianten, Genf, 28.09.2020 bis 03.04.2022

Das Monitoring zirkulierender Virusvarianten beinhaltet die Sequenzierung von Virusmaterial aus zufällig ausgewählten Proben. Anhand dieser Daten kann der Anteil einzelner Virusvarianten bei laborbestätigten Fällen geschätzt werden. Zusätzlich können bisher unbekannte Varianten identifiziert werden. Mit Aufhebung der besonderen Lage am 01.04.2022 wurde das Variantenmonitoring auf Proben von hospitalisierten Fällen verlagert.
Die Darstellung zeigt die zeitliche Entwicklung des geschätzten Anteils der nachgewiesenen Virusvarianten in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Linie stellt den gleitenden 7-⁠⁠⁠Tages-⁠⁠Schnitt dar (Durchschnitt der 3 Tage zuvor bis 3 Tage danach) dar. Für die einzeln ausgewählten Varianten sind die Tageswerte mit einem oberen und einem unteren Wert eingegrenzt, welche eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent abbilden.
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